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Buch-Neuerscheinung:

Die Bratwurst und der Lagerschaden

 

Seite 49-51:

 

5. Fragen, experimentieren, verstehen

? Kann man hinter einem Rennachter (Ruderboot mit 8 Ruderern) Wasserski fahren?

Ein Leichtgewicht mit etwa 40 kg kann. Die 8 Jungs müssen sich aber tüchtig reinhängen. Die nötige Geschwindigkeit beträgt etwa 20 km/h.

? Kann man auch bei Schrittgeschwindigkeit Wasserski fahren? Wenn ja, wie
     müssen die Skier aussehen?

Sie müssen eine große Fläche haben. Bei 100 kg Gewicht des Wasserskifahrers etwa 3 m².

? In unserem gedachten See befindet sich statt niedrigviskosem Wasser eine
     hundertmal zähere Flüssigkeit, beispielsweise Motorenöl. Welchen Einfluss hat
     das auf das Ergebnis unseres Gedankenexperiments?

Alles passiert bei viel kleineren Geschwindigkeiten.

? Kann man auch mit Skiern ohne Schaufeln Wasserski fahren?

Ja, aber nur mit Anstellwinkel.

? Warum kommt es bei Fahrzeugen mit profillosen Reifen früher zum Aquaplaning,
     als bei Reifen mit tiefem Profil?

Beim tiefen Profil wird der Wasserdruck erheblich schwerer aufgebaut, da das Wasser schneller seitlich abfließen kann.

? Haben Sie bei den Coulombschen Versuchsergebnissen zu den
      Reibungskoeffizienten auf Seite 9 einen Fehler entdeckt?

Der Ruhereibungskoeffizient „Metall/Metall trocken“ ist sicher nicht 0,18 sondern eher 0,8! Ein Messfehler oder nur ein Druckfehler?

? W ie viele Leute würde man benötigen, die gezeigte ägyptische Statue zu
     bewegen, wenn man einen „Super Gleitbelag“, sagen wir mit f = 0,01 verwenden
     könnte?

Angenommen das Gewicht der Statue wäre 500 000 N (50 Tonnen), dann ergibt sich bei f = 0,01 eine erforderliche Zugkraft von 5000 N, was durchaus 10 bis 20 Mann schaffen würden! Die Ägypter hätten sich für so einen „Super Gleitbelag“ bedankt, denn deren Schwergewichte erreichten mehr als 1000 Tonnen!

? Warum kann bei einer Vollbremsung auf trockener Straße mit Antiblockiersystem
     der Bremsweg ein wenig länger sein als bei „optimalem“ Schlupf?

Durch Schlupf nimmt die Reibkraft zu und der Bremsweg ab, siehe Seite 28.

? Bedeutet "glatt" auch rutschig oder schlüpfrig? Wenn ja, warum? Wie ist denn die
     Reibungszahl bei einer ganz glatten Kunststoffoberfläche, beispielsweise gegen
     unsere Fingerkuppen? Und wenn sie auch noch geringfügig feucht sind!

Machen Sie doch einmal den Versuch mit einer CD!
Bei welchem Winkel rutscht die CD von den Fingerspitzen? Mit etwas Geduld erreicht man erstaunliche“ Schräglagen“. Und welche Reibungszahl lässt sich daraus errechnen?
Fast unglaublich ?


Bild 5.01
CD an Fingerkuppen
α > 80º, f = tan α > 5

Oder nehmen Sie einmal 3 Flummi-Bälle* in die Hand! Welche Reibungszahl muss das wohl sein, dass man sie so halten kann?


Bild 5.02 Bild 5.03
Flummi-Bälle mit erstaunlich hohen Reibungszahlen
Im Bild rechts "klebt" die mittlere Kugel unter den beiden oberen Kugeln.

* Flummikugel finden Sie in Kaugummiautomaten am Supermarkt oder in Spielwarenläden

 
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